Projekt „Kompetenzen und Interessen von Kindern (KOMPIK)“ - Phase 2

Entwicklung eines Beobachtungs- und Einschätzbogens für pädagogische Fachkräfte

Projektleitung: Bertelsmann Stiftung (BST)

Wissenschaftliche Leitung: Toni Mayr

Projektmitarbeiterinnen: Kerstin Müller & Eva Wimmer

Projektlaufzeit: November 2011 bis Dezember 2013

Projektfinanzierung: Bertelsmann Stiftung
 

Gegenstand des Projekts

Das Projekt „Kompetenzen und Interessen von Kindern (KOMPIK)“ ist ein Kooperationspro-jekt mit der Bertelsmann Stiftung und dort Teil des Projekts „Kommunale Entwicklung – Chancen für Kinder (KECK)“.

In Phase 1 des Projekts wurde der Beobachtungs- und Einschätzbogen „KOMPIK (Kita)“ nach wissenschaftlichen Kriterien entwickelt. Der Bogen ermöglicht Fachkräften, ausgehend von den Bildungszielen und -bereichen der Bildungspläne, die Erfassung von Entwicklungs- und Lernprozessen von dreieinhalb- bis sechsjährigen Kindern in der Kita.

In Phase 2 des Projekts „Kompetenzen und Interessen von Kindern (KOMPIK)“ werden, aufbauend auf Projektphase 1, mehrere Schwerpunkte verfolgt.

Vor dem Hintergrund der Bedeutung der Familie als zentralem Ort für die Bildung von Kindern wird mit „KOMPIK für Eltern“ ein Beobachtungs- und Einschätzbogen für Eltern entwickelt, der sich inhaltlich an „KOMPIK (Kita)“ orientiert. Eltern werden damit schon auf Ebene der Beobachtung mit einbezogen und können sich mit dem Bogen gezielt auf das Entwicklungsgespräch vorbereiten. Zielsetzung ist es, Eltern als Begleiter der Lern- und Entwicklungsprozesse ihrer Kinder zu stärken und die Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischer Fachkraft zu fördern. Hierzu zählt auch, dass Kitas ihre pädagogische Arbeit zur Einbeziehung von Eltern kritisch reflektieren und weiterentwickeln.

Es werden Arbeitsmaterialien erstellt, die die Fachkraft bei der pädagogischen Planung und Umsetzung der mit „KOMPIK (Kita)“ erhobenen Beobachtungsergebnisse in die Praxis unterstützen.

Mit der Entwicklung eines Fortbildungsleitfadens und dem Start eines bundesweiten Netz-werks für Fortbildner und Fachberatungen werden erste Schritte gegangen, um eine qualifizierte Verbreitung von „KOMPIK (Kita)“ zu sichern.
 

Methodisches Vorgehen

Schwerpunkt 1: Erarbeitung und Erprobung des „KOMPIK für Eltern“

  • Erstellung einer Erprobungsversion von „KOMPIK für Eltern“ und von Begleitmaterialien für die Erprobung auf Basis
    • aktueller Studien zur Einbeziehung von Eltern durch Beobachtung,
    • vorliegender Beobachtungsinstrumente für Eltern,
    • eines Expertenworkshops zum Thema „Einbeziehung von Eltern durch Beobach-tung“ sowie Workshops mit pädagogischen Fachkräften und Eltern.
       
  • Die Erprobungsversion des „KOMPIK für Eltern“ wird von Herbst 2012 bis Frühjahr 2013 an einer Stichprobe von ca. 300 Kindern erprobt.
    • Einschätzung von Vater und Mutter mit „KOMPIK für Eltern“ und etwa zeitgleiche Einschätzung der pädagogischen Fachkraft mit „KOMPIK (Kita)“ mit anschließen-dem Entwicklungsgespräch
    • Ergänzender Fragebogen zur Nutzung und Handhabung des „KOMPIK für Eltern“ für alle Eltern und Fachkräfte sowie vertiefende Interviews mit je 10-15 Eltern und Fachkräften
       
  • Auswertung der Daten und Darstellung der Ergebnisse aus der Erprobungsstudie sowie Erstellung der Endversion des „KOMPIK für Eltern“ inklusive Leitfäden und Begleitmaterialien für Fachkräfte und Eltern


Schwerpunkt 2: Erarbeitung eines Selbstevaluationsinstruments zur Zusammenarbeit mit Eltern

Entwicklung eins Selbstevaluationsinstrument mit dem pädagogische Fachkräfte ihre Zusammenarbeit mit Eltern – auch über die Entwicklungsbeobachtung hinaus – im Überblick einschätzen und kritisch reflektieren können.

  • Literaturrecherche zu den Themenblöcken Beobachtung durch Eltern und „Parental Involvement“/Zusammenarbeit mit Eltern/Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
  • Erstellung der Erstfassung eines Selbstevaluationsinstruments zur Zusammenarbeit mit Eltern (Lang- und Kurzversion) und Diskussion mit pädagogischen Fachkräften sowie anschließende Fertigstellung des Instruments
  • Wissenschaftlicher Übersichtsartikel zu Kooperation von Kita und Eltern
  • Schwerpunkt 3: Individualisierung der pädagogischen Arbeit durch Umsetzung von Beobach-tungsergebnissen
  • Literaturrecherche zu Individualisierung/Binnendifferenzierung und pädagogischer Umset-zung von Beobachtungsergebnissen
  • Erstellung einer Erstfassung der Materialien für Fachkräfte zur Verknüpfung von Beobach-tung und pädagogischer Umsetzung; Erprobung in der Praxis sowie anschließende Fertigstellung und Veröffentlichung
  • Schwerpunkt 4: Qualifizierte Verbreitung des „KOMPIK (Kita)“
  • Durchführung verschiedener Informationsveranstaltungen sowie Fortbildungen zu „KOMPIK (Kita)“
  • Erstellung eines Fortbildungsleitfadens zur Verbreitung des „KOMPIK (Kita)“ in Kooperati-on mit der Bertelsmann Stiftung
  • Entwicklung eines Konzepts für ein Fortbildungsnetzwerk zu „KOMPIK (Kita)“ (Bertelsmann Stiftung)
     

Über alle Schwerpunkte hinweg:

  • Erstellung verschiedener wissenschaftlicher und fachpraktischer Publikationen
  • Präsentation der Materialien und Projektergebnisse im Rahmen verschiedener Gremien und Praxistreffen
     

Links

http://www.kompik.de
http://www.keck-atlas.de

 

Projektveröffentlichungen (Phase 1 & Phase 2)

Bauer, C., Krause, M. & Mayr, T. (2010). Competences and Interests of Children (KOMPIK) – Development of an instrument for observation and assessment in child day care. Poster, 3rd International Summer School in Empirical Education Research, DFG-Research Group BiKS, Bamberg.

Bauer, C., Krause, M. & Mayr, T. (2010). KOMPIK kommt – ein Beobachtungs- und Einschätzbogen für pädagogische Fachkräfte. IFP-Infodienst, 15, 47-49.

Castello, A., Mischo, C. & Mayr, T. (2011). Allgemeine Entwicklung. In C. Mischo, D. Welt-zien & K. Fröhlich-Gildhoff (Hrsg.), Beobachtungs- und Diagnoseverfahren in der Frühpädagogik (S. 116-128). Kronach: Carl Link.

Mayr, T. (2012). KOMPIK – Kompetenzen und Interessen von Kindern in Kindertageseinrichtungen. Ein neues Verfahren für Kindertageseinrichtungen. Frühe Bildung 1 (3), 163-167.

Mayr, T., Bauer, C., Krause, M. & Irskens, B. (2011). KOMPIK. Anleitung zum Beobachtungs- und Einschätzbogen für Kinder von 3,5 bis 6 Jahre. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung.

Mayr, T., Bauer, C. & Krause, M. (2010). KOMPIK – Kompetenzen und Interessen von Kindern. Beobachtungs- und Einschätzbogen für Kinder von 3,5 bis 6 Jahre. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung.

Mayr, T. & Krause, M. (2011a). Der Beobachtungsbogen KOMPIK (Kompetenzen und Interessen von Kindern in Kindertageseinrichtungen) – ein neues Verfahren für Kindertageseinrichtungen. Christ und Bildung, 4, 10-15.

Mayr, T. & Krause, M. (2011b). Noch ein Beobachtungsbogen? KOMPIK – ein neues Verfah-ren für Kindertageseinrichtungen (1). Kita aktuell BY, 10, 277-230.

Mayr, T. & Krause, M. (2011c). Noch ein Beobachtungsbogen? KOMPIK – ein neues Verfah-ren für Kindertageseinrichtungen (2). Kita aktuell BY, 11, 257-260.

Mayr, T. & Krause, M. (2011d). KOMPIK auf Sozialraumebene (3). Kita aktuell BY, 12, 284-287.

Mayr, T. & Krause, M. (2011e). Noch ein Beobachtungsbogen? KOMPIK – ein neues Verfahren für Kindertageseinrichtungen (1). Kita aktuell BW, 11, 256-258.

Mayr, T. & Krause, M. (2011f). Noch ein Beobachtungsbogen? KOMPIK – ein neues Verfahren für Kindertageseinrichtungen (2). Kita aktuell BW, 11, 259-262.

Mayr, T. & Krause, M. (2011g). KOMPIK (Kompetenzen und Interessen von Kindern in Kindertageseinrichtungen) – ein neues Beobachtungsverfahren für Kindertageseinrichtungen. In Staatsinstitut für Frühpädagogik (Hrsg.), IFP-Infodienst, 16, 48-54. München: Staatsinstitut für Frühpädagogik.

Mayr, T., Krause, M. & Bauer, C. (2011). Der Beobachtungsbogen „KOMPIK“ - ein neues Verfahren für Kindertageseinrichtungen. In K. Fröhlich-Gildhoff, I. Nentwig-Gesemann & H. R. Leu (Hrsg.), Forschung in der Frühpädagogik IV (S. 183-211). Freiburg: FEL.

Münnich, S. (2012). Den Blick auf das einzelne Kind lenken. Ein Interview zum Beobachtungsverfahren KOMPIK. Klein und Groß, 11, 48-49.

Stolz, U. (2012). KOMPIK – noch ein Beobachtungsbogen? Interview mit Toni Mayr. Welt des Kindes, 3/2012, 42-43.

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