Auch Eltern kommen in die Schule

Der Übergang zu Eltern eines Schulkindes und die wahrgenommene Unterstützung in der Kooperation mit Kindertageseinrichtung und Schule

Logo Eltern kommen in Die Schule

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegenstand des Projektes

Arbeitsschwerpunkte des Projektes sind

  • die Erfassung der Elternvariablen im Kontext dieses Übergangs, speziell das Erleben ihres eigenen Übergangs und die wahrgenommene Unterstützung in der Kooperation mit Kindertageseinrichtungen und Schule
  • das Herausarbeiten der Faktoren, die Einfluss nehmen auf den Übergangsprozess und als Folge davon auf die weitere Bildungsbiografie und von
  • Empfehlungen für die Partizipation der Eltern im Übergangsprozess.

Erwartet wird, dass über die Befragung von deutschen Eltern, wie auch von Eltern mit Zuwanderungsgesch

ichte Aufschluss über erfolgreiche Partizipationsmethoden gewonnen wird. Diese Erkenntnisse können nicht nur als „best practice“-Beispiele für die Arbeit von Erzieherinnen und Lehrerinnen genutzt werden, sondern, eingebettet in theoretisches Grundlagenwissen, in die frühpädagogische wie die schulpädagogische Aus- und Fortbildung eingespeist werden.

Hypothesen

Handlungsleitend für das Vorhaben sind im Wesentlichen folgende Hypothesen:

  • Der Transitionsprozess ist eine Schlüsselsituation für die Gewinnung von Eltern für eine Zusammenarbeit mit der jeweiligen Bildungseinrichtung im Interesse ihrer Kinder.
  • Erleben Eltern pädagogische Maßnahmen zur Gestaltung des Übergangs ihres Kindes sowie ihres eigenen Übergangs zu Eltern eines Schulkindes unterstützend, hat dies einen positiven Effekt auf die Übergangsbewältigung des Kindes beim Schuleintritt.
  • In besonderer Weise gilt dies für Eltern aus so genannten bildungsfernen Familien und für Eltern mit Zuwanderungsgeschichte, für die schulische Erwartungen und Anforderungen schwerer zu erfüllen sind als für deutsche Mittelstandsfamilien, an denen sich das deutsche Schulsystem weitgehend orientiert.
  • Angebote zur elterlichen Partizipation, die der Heterogenität der Gruppe von Schulkindeltern Rechnung tragen, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass auch so genannte bildungsferne Eltern Zugang zum Bildungssystem finden.
  • Wir gehen davon aus, dass die Übergangssituation Entwicklungsaufgaben unter anderem für Eltern beinhaltet. Eine erfolgreiche Bewältigung dieser Situation hängt zusammen mit dem Erleben der Situation durch die Eltern, den Möglichkeiten, dieser Situation zu begegnen (externes und internes Bewältigungsverhalten) und der wahrgenommenen erhaltenen Unterstützung (Perkonigg, 1993).

Ablauf des Projekts & Aktueller Stand (Sept. 2011)

Geplant sind 1.000 Telefoninterviews mit Eltern in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Brandenburg sowie in Hamburg, Hessen und Niedersachsen. Davon wollen wir 200 Eltern aus dem russischen Kulturraum und 200 Eltern aus dem türkischen Kulturraum befragen.

Der Kontakt zu Eltern, deren Kind in diesem Jahr in die Schule kommen soll, wird über Kindertageseinrichtungen geknüpft. Eltern, die sich mit einem Interview an der Studie beteiligen wollen, melden sich durch eine Antwortkarte beim IFP.
Die Interviewer nehmen dann Kontakt mit den Eltern auf und vereinbaren einen Termin für ein Telefoninterview oder in einzelnen Fällen für ein persönliches Gespräch. Diese Interviews werden bis Mitte September 2011 abgeschlossen sein. Anschließend werden die Daten aufbereitet und erste Analysen durchgeführt.

Sechs Monate nach Schulbeginn wird mit einem Teil der Eltern, die bereits vor Schulbeginn interviewt wurden, ein zweites Gespräch geführt, um Veränderungen in der Perspektive der Eltern zu eruieren sowie eine Einschätzung zu bekommen, wie hilfreich sie die Unterstützung im Übergang erlebt haben.

Aktueller Stand (September 2011)

Die Interviews der ersten Erhebungswelle sind abgeschlossen. Es wurden ca. 750 Eltern befragt. Mit der Aufbereitung der Daten wurde begonnen.

Projektteam

Projekt-Leitung:

Dr. Bernhard Nagel
Abteilungsleiter, Diplom-Psychologe
089/99825-1910
Bernhard.Nagel@ifp.bayern.de


Weitere Projekt-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter:

Renate Niesel
Wissenschaftliche Referentin, Diplom-Psychologin
089/99825-1954
Renate.Niesel@ifp.bayern.de

Wilfried Griebel
Wissenschaftlicher Referent, Diplom-Psychologe
089/99825-1955
Wilfried.Griebel@ifp.bayern.de

Michael Schnabel
Wissenschaftlicher Referent, Diplom-Theologe (in Ruhestand)
089/99825-1929
Michael.Schnabel@ifp.bayern.de

Dr. Andreas Wildgruber
Wissenschaftlicher Referent, Diplom-Sozialpädagoge, Master of Social Work
089/99825-1927
Andreas.Wildgruber@ifp.bayern.de

Julia Held
Wissenschaftliche Hilfskraft, Linguistin
089/99825-1926
Julia.Held@ifp.bayern.de


Die Interviewerinnen und Interviewer:

Das Projektteam wird durch 64 Interviewerinnen und Interviewer unterstützt. Alle verfügen über eine pädagogische oder psychologische Ausbildung und sind geprüfte Leiterinnen bzw. Leiter der Kurse „Starke Eltern - Starke Kinder“ ® des deutschen Kinderschutzbundes. Einige der Interviewerinnen und Interviewer sprechen Russisch oder Türkisch als Muttersprache, so dass die Gespräche auch in diesen Sprachen geführt werden können. Zudem wurden alle Interviewerinnen und Interviewer zusätzlich speziell für diese Studie geschult.

Weitere Materialien zum Projekt

Projektförderung

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union.

 

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Projektlaufzeit: 01.11.2010 bis 31.03.2013
 

 

Staatsinstitut für Frühpädagogik

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